Momos Blog

Second Life und alles, was mir so einfällt

Die Faszination eines (besonderen) Skins

with 7 comments

Ich habe mich heute mehrmals lange mit Naergilien Wunderlich unterhalten und habe viel über das erfahren, was sie so in und für SL macht, baut und kreiert. Vor allem über ihre Grundsätze und ihr Verständnis von der Schönheit eines Skins. Es deckt sich in allen Punkten mit meinem Verständnis und auch dem, was ich ablehne, bzw. nicht schön, im günstigsten Fall nicht gelungen finde.

In SL wird gemeinhin glatte, ebenmäßige, feinporige Haut bevorzugt, dicke Augenmakeups und Schlauchbootlippen, oft mit den abenteuerlichsten Lippenstiftarten. Eher selten sieht man auch mal einen Avatar, der natürlich aussieht, bzw. höchstens mit einem dezenten Make up.

Naergilien hat mir, um zu zeigen, was sie meint, diesen dunklen Skin gegeben: „Kim“. Einen photorealistischen Skin, den sie mit mehreren Make ups in ihrem Shop anbietet. Mit Narben und ohne Narben. Narben meint hier nicht Narben von irgendwelchen Verletzungen, die man in einem Kampf davon getragen hat, sondern Narben, die beispielsweise von kleinen Kratzern in der Haut sind, Narben, die die Folgen von kleinen Verletzungen sind wie die, die man im RL mal davon trägt, Narben von Akne und ausgedrückten Pickeln.

„Kim“ entspricht nicht dem klassischen Schönheitsideal, das viele in SL bevorzugen und ist schwer zu verkaufen: „Kim“ ist völlig anders als das, was in SL standardmäßig angeboten wird.

Als ich den Skin anzog, habe ich mich zuerst erschrocken. Ich sah so völlig anders aus, aber je länger ich vor allem das Gesicht betrachtete, desto faszinierter war ich von der Wirkung. Unheimlich im besten Sinn, geheimnisvoll und schön. Im Gesicht finden sich natürliche Unreinheiten der Haut, grobe Poren, feine Linien, glänzende Stellen, Vertiefungen und Fältchen. Noch nie habe ich eine natürlicher gemachte Nase, natürlichere, zum Skin passendere Ohren gesehen. Der Körper ist perfekt schattiert, auch die Haut des Körpers hat eine natürliche Struktur, der Hintern ist ein Kracher. Nichtg so ein puppiger Barbie-Hintern, sondern ebenfalls völlig natürlich und – ohne dass ich meinen Shape verändert habe – von einer normalen Größe mit richtigen Proportionen.

Dieses Masken-Make up gefällt mir am besten, es hat die naürlichste Lippenfarbe.

Was mich vom Stuhl gehauen hat: Nicht jeder Skin-Hersteller macht alles an seinen Skins selbst. Einige, von denen man es nicht glauben mag, lassen ihre Skins von Naergilien persönlich nachbearbeiten, bzw. lassen sich von ihr nach Zusendung von Referenzfotos eine Basis herstellen, viele benutzen Naergiliens Ressourcen.

Taxi: http://slurl.com/secondlife/ZoHa%20Islands%20E/208/122/22

Written by momola

20. Dezember 2009 um 00:56

Veröffentlicht in Second Life, SL Mode

7 Antworten

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  1. Hallo ihr Lieben,
    jetzt habe ich mich ganze 2 Stunden mit diesem Skin beschäftigt. Augen und Lippen angepasst. Verschiedene Kleidung mit dem Skin getestet usw. Letztendlich habe ich ihn aber verworfen.
    Sind die Schattierungen nicht schon etwas übertrieben? Die Haut und die Narben sind richtig gut gelungen. Dennoch sieht der Skin für meinen Geschmack etwas „dreckig“ aus. Desweiteren ist er mir auch viel zu dunkel.
    Und zu guter letzt…ja, auch ich trage selten knalligen Lippenstift. Aber hin und wider ist mir doch danach. Dagegen, eine „Gesichtsmaske“ habe ich noch nie vermisst!
    LG, Akemi Imako

    Akemi Imako

    20. Dezember 2009 at 17:07

  2. Hallo Akemi,

    Du hast nicht verstanden, worum es mir in dem Eintrag eigentlich ging.

    Die Schattierungen sind nicht übertrieben.
    Dieser Skin ist kein Skin, der einem europäischen Hauttyp entsprechen soll. Ich habe sehr wohl RL-Bilder von afroamerikanschen Hauttypen gesehen, die diesen Schattierungen entsprechen. Dreckig ist er ganz sicher nicht. Es ist ein PHOTOREALISTISCHER Skin, also kann es nur schwer zu Übertreibungen kommen :)

    Ich habe an keiner Stelle gesagt, dass eine Gesichtsmaske ein alltägliches Make up ist, ergo braucht man es auch nicht zu vermissen. Mir gefiel, wie ich schrieb, bei diesem Skin die Lippen, bzw. die Lippenfarbe am besten, daher habe ich diesen Skin gewählt.

    Misst man den Skin mit herkömmlichen SL-Maßsstäben, dann gewinnt man schnell den Eindruck, den Du hattest.

    Betrachtet man den Skin etwas aus der Distanz, kann man sich dem Mystischen, das er ausstrahlt, kaum entziehen.

    Ganz sicher passst der Skin für meine Begriffe nicht so recht zu Minirock, Plateaustiefeln und Bustier.

    Er passt ganz wunderbar zu einem langen Kleid, einm Kaftan mit ethnischem Muster für einen Ausflug nach Afrika. Er passt zu einer stolzen, geheimnisvollen, mystischen, selbstbewussten Avatarin.

    Liest sich etwas weit her geholt, aber ich hoffe, dass Du so verstehst, was mir an dem Skin so gut gefällt und was Du vielleicht mißverstanden hast.

    momola

    20. Dezember 2009 at 17:24

  3. Entschuldige, wenn es so rüber kam, als wolle ich dich kritisieren. Wir haben beide das gleiche getan. Nämlich unsere Meinung über diesen Skin gesagt. Nicht mehr, und nicht weniger.
    Wenn es so ist, wie du sagst, ziehe ich sicherlich einfach den europäischen Hauttyp vor. Ich mag es eben lieber heller!
    LG, Akemi

    Akemi Imako

    20. Dezember 2009 at 17:54

  4. Akemi,
    der Skin hat keine ‚Schattierungen‘. Alles, was Du an dem Skin siehst, ist so aus den Fotos eines menschlichen Wesens entnommen; nichts davon ist gemalt, geschönt oder was auch immer.
    Du kannst Dir die Referenzfotos der Dame gern als Thumbnails hier (Achtung, menschliche Referenzfotos. Das heißt: Nackte Frau, in diesem Fall!):
    http://www.3d.sk/?id=10&tn=lg&rw=4&pg=7&pid=1134&act=gallery
    ansehen – das ist die Webseite, von der ich meine Fotoreferenzen herbeziehe. Du wirst feststellen, dass die ‚Schattierungen‘, wie Du es nennst, durchaus natürlich sind.
    Natürlich kann man das alles SL-‚hübsch‘ machen. Machen ja auch die allermeisten Leute, die meine Skin Resource Packs verwenden. Ich mache das aber nicht, weil ich Leute nicht schön finde, die ‚künstlich gehübscht‘ sind; sondern menschliche Haut mit all ihren Fehlern und *Fehlfarben* toll finde, so wie sie auf den Leuten ist.

    Mir ist klar, dass meine Skins einen Grat übertreten, der im Englischen ‚Uncanny Valley‘ genannt wird – Du magst diesen Begriff im englischen Wikipedia nachschlagen. Es interessiert mich auch nicht, ob sie sich gut, schlecht oder gar nicht verkaufen.
    Ich will sie nur ‚machen‘, um zu zeigen, was möglich ist, wenn man *nicht* von oben bis unten hübsch ist.
    Meine Ressource-Packs sind eher ein Nebenprodukt; die Leute kaufen sie, um gemalten Skins einen fotorealistischen Touch zu geben, weil sie’s selbst eben NICHT hinbekommen, komplette nackte Menschen (egal ob sie die Fotoreferenzen haben oder nicht!) nahtlos auf den SL-Avatar zu photosourcen. Das liegt häufig nicht an ihren Fähigkeiten, sondern an der verwendeten Software (ich arbeite seit ~10 Jahren mit DeepPaint3D, NICHT mit Photoshop!).

    Ich find’s schön, wenn – wie in diesem Fall – jemand eine der ultrarealistischen Skins gern mag, aus welchem Grunde auch immer. Ich kann aber auch damit leben, wenn jemand sagt, neee, das ist mir zu extrem, das will ich so nicht. Hat halt jeder nen anderen Geschmack und jeder’n anderes Selbstbildnis-/wertgefühl.
    Ich mag ‚unperfekte, reale‘ Skins. Ich zwinge sie aber deswegen niemandem auf.

    Lustigerweise wäre es sogar wesentlich einfacher, nur Teile einer Skin zu fotosourcen und den Rest zu malen (zumindest für mich). Denn es braucht etwa 80 Stunden, einen kompletten Menschen von Nacktfotos nahtlos auf einen SL-Avatar zu sourcen; es würde aber nur ~20 brauchen, wenn ich große Teile malen oder pinseln könnte. Aber das wäre mir dann irgendwie zu einfach ;-)

    Das alles getippert habend, möchte ich Dir aber danken, dass Du wenigstens das Demo versucht hast :-)

    Naergilien Wunderlich

    20. Dezember 2009 at 18:37

  5. P.S.: Wenn Du’s lieber ‚hell‘ magst, versuch mal das Demo von der ‚Marie Antoinette‘ Skin. Europäischer und heller geht’s nimmer ;-)

    Naergilien Wunderlich

    20. Dezember 2009 at 18:39

  6. @ Momola meinte leichthin:
    > Ich habe mich heute mehrmals lange mit Naergilien Wunderlich unterhalten und habe viel über das erfahren, was sie so in und für SL macht, baut und kreiert.
    > Vor allem über ihre Grundsätze und ihr Verständnis von der Schönheit eines Skins. Es deckt sich in allen Punkten mit meinem Verständnis und auch dem,
    > was ich ablehne, bzw. nicht schön, im günstigsten Fall nicht gelungen finde.“

    Bist du sicher, dass deine bisherigen Avatare, deine Blogpostings, dein Avatar-Blog-Bild oben, dein „drei Dingen auf die ich nicht verzichten wollen würde“-Skin und deine zukünftigen Skins deinem hier Gesagten entsprechen?

    Klarabella

    28. Dezember 2009 at 15:53

  7. Ja

    momola

    28. Dezember 2009 at 17:09


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