…. und enttäuscht.
Bescheuert bin ich, weil ich ständig das Gefühl hatte, mich für meine Bilder entschuldigen zu müssen weil ich glaubte, sie sind schlecht.
Irgendwo in meinem Blog hat mich vor ein paar Wochen mal jemand richtig zusammengefaltet in einem Kommentar, weil ich mich darüber ausgelassen hatte, dass ich Fashion-Fotos mit zu viel Hintergründen nicht mag, weil sie den Blick auf Wesentliches ablenken. Der Kommentator schrieb damals sinngemäß, dass meine einfarbigen Hintergründe langweilig seien und putzte mich so richtig runter. Fakt ist offensichtlich, dass die meisten Hintergründe, die viele in ihren Fotos benutzen, offensichtlich geklaut, nicht selbst gemacht sind und/oder dass keine Erlaubnis zur Verwendung existiert. Verweise auf den Urheber des Hintergrunds gibt es so gut wie nie bei den Fotos.
Traurig und enttäuscht bin, ich, weil sich der Verdacht bestätigt hat, dass jemand, den ich schon lange aus einem Forum kenne, bei seinen Fotos nicht ganz ehrlich ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und ich bin heute ganz sicher, dass er nicht der einzige Fall von Menschen ist, der Arbeit, die sich andere gemacht haben, als seine eigene verkauft und nicht ein Funken Unrechtsbewusstsein oder Größe besitzt, das zuzugeben.
In dem Forum, in dem ich früher war, wurde in der Fotosektion sehr oft mit einer Vehemenz und Aggressivität um Bilder gestritten, als ginge es um das eigene Leben, um die eigene Existenz. Die „Bilderstürmer“-Gruppe hat sich mit einem Ehrgeiz und fast schon kriegerischem Engagement um die selbst gemachten Fotos und die eigenen „Künste“ gedreht, bzw. sich mit Lob überschüttet, die es einem Neuling schwer machten, etwas von anderen zu lernen und sich zu entwickeln. Die eigenen Bilder wurden als das Maß aller Dinge gesehen, Bilder anderer wurden (wenn auch nicht immer) in den Dreck getreten, so gut sie – bezogen auf den Kenntnisstand des Künstlers – auch waren.
Ich bin saufroh, dass ich mit der folgenden Geschichte die Sicherheit gewonnen habe, dass ich mit meinem Urteil über das Verhalten anderer nicht verkehrt lag.
An der Stelle entschuldige ich mich gleich mal, wenn ich selbst einen geschützten Hintergrund verwendet haben sollte. Wo ich all die Brushes, die ich ab und zu verwende, her habe, weiß ich nicht mehr – Entschuldigung an alle ungenannten Künstler.
Sylvester: Ich bin enttäuscht von dir. Ich habe dich damals (mehr…)